Die Mittelbayerische Zeitung hat mich zu meiner Meinung zum Anschlag in Halle befragt:

Deutschland steht zu seiner Verantwortung jüdisches Leben zu schützen!

Mich erfüllt Trauer verbunden mit Wut. Am höchsten Feiertag der Juden ein solches Verbrechen, das kann kein Zufall sein.

Unser Schwur „Nie wieder“ hat an seiner Gültigkeit nichts verloren. Wir alle sind gefordert dieses „nie wieder“ als Auftrag zu verstehen. Dazu gehört auch von Anfang an öffentlich zu wiedersprechen.

Wir müssen entschlossen und mit aller Härte gegen neue Formen von Hetze und Hass durch Beleidigung, Verleumdung und Volksverhetzung gerade in Sozialen Medien vorgehen. Ein Wegsehen darf es nie mehr geben. Offenheit, Menschlichkeit und Freiheit sind die Grundpfeiler unserer Demokratie. Deren Feinden dieser Demokratie dürfen wir keinen Millimeter überlassen.

Juden dürfen in Deutschland nicht in Angst leben müssen. Jeder Einzelne hat die Verpflichtung, aber auch der Staat ist in einer besonderen Verantwortung. Ich werde verstärkt den Kontakt zu unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern suchen, um ein klares Zeichen zusetzen gegen Antisemitismus.