In den letzten Monaten habe ich mich aufgrund der weitreichenden Entscheidung gründlich mit dem Thema Organspende und den beiden Gesetzentwürfen auseinandergesetzt und bin zu dem Entschluss gekommen für den Gesetzentwurf der doppelten Widerspruchslösung zu stimmen.

Bei Besuchen des Transplantationszentrums am Universitätsklinikum Regensburg habe ich mich informiert, wie eine Organspende abläuft, habe mit Professoren, dem Transplantationsbeauftragten und dem Klinikpersonal gesprochen. Auch mit Patienten, die auf ein Spenderorgan warten und solche, die mit einem Spenderorgan ein neues Leben beginnen durften, konnte ich mich austauschen.

In meiner Veranstaltungsreihe „Regensburger Zukunftsforum“ habe ich das Für und Wider öffentlich mit Befürwortern und Gegner der beiden Vorschläge diskutiert. Eine Onlineumfrage auf meiner Facebookseite hat meine Entscheidung für die Widerspruchslösung mit eindrucksvollen 71 Prozent der Umfrageteilnehmer untermauert.

Nicht zuletzt hat auch meine persönliche Erfahrung in der Familie meine Entscheidung nachhaltig geprägt. Ich verstehe die Argumente derjenigen, die sich gegen den vorliegenden Gesetzentwurf aussprechen. In Abwägung meiner persönlichen Erfahrungen und auch meiner umfassenden Einarbeitung in das Thema, bin ich aber zu der Überzeugung gelangt, dass die Widerspruchslösung mehr Chancen für das Leben, als Nachteile bietet.

Nach der Ablehnung des Gesetzes zur Doppelten Widerspruchslösung habe ich mich in der Schlussabstimmung entschieden, für das Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende zu stimmen, denn jede Verbesserung beim Thema Organspende ist wichtig. Wir brauchen dringend mehr Spenderorgane um Menschenleben retten zu können.